Der Electronic Banking Internet Communication Standard – kurz: EBICS – als attraktiver Electronic Banking Standard für Kunden des europäischen Kreditgewerbes erfüllt auf hohem Sicherheitsniveau die aktuellen Anforderungen an eine moderne und flexible Banken-kommunikation. Als offener Standard steht dieses Verfahren allen Ländern zur Verfügung.

Der Virtusa EBICS Client für SAP ERP ermöglicht eine schnelle und sichere Datenübertragung zwischen Kunde und Kreditinstitut. Die EBICS Kommunikation wird dabei direkt aus den SAP-Prozessen angestoßen – ein „echtes“ Straight-Through-Processing (STP) ohne Medienbrüche. Die Banken-kommunikation erfolgt durch EBICS 3.0 oder ältere Protokollversionen.

Die Ablage der Schlüssel und Zertifikate erfolgt im SAP Secure Store und wird mittels der sog. Key Management Applikation verwaltet. Die Übermittlung der Zahldatenträger ist direkt aus dem Zahllauf oder via manuellem Upload möglich. Der Virtusa EBICS Client für SAP ERP ist vollständig in den Freigabeprozess des SAP Bank Communication Management (BNK_APP zur Übermittlung der benutzerspezifischen Signatur) integriert und ermöglicht eine automatische EBICS Datenübertragung nach der finalen BCM Freigabe. Der Virtusa EBICS Client unterstützt die Nutzung des Verfahrens zur Verteilten Elektronischen Unterschrift (VEU).

Die Kontoauszüge oder Statusnachrichten können manuell oder Job-gesteuert direkt weiterverarbeitet werden.

Warum EBICS?

Der Benutzer verwendet derzeit bankspezifische Produkte und möchte dieses durch das EBICS Protokoll ersetzen

Zahlungsverkehrsoptimierung

Standardisierung und automatisierte Kommunikation zwischen Benutzer und Bank (en).

Der Virtusa EBICS Adapter kann vollständig in Ihre vorhandene SAP Infrastruktur integriert werden (abgestimmte Vorgänge, Überwachung usw.)

Schnelle und systematische Bereitstellung in Ihrer SAP Landschaft

Geringere Wartungskosten durch Verwendung einer produktiven Lösung, die sich in vielen Kundenumgebungen bewährt hat

Der neue Standard: EBICS 3.0

Die EBICS 3.0 Spezifikation gilt offiziell bereits ab dem 27. November 2018. Wann einzelne Kreditinstitute diesen neuen Standard anbieten, ist Sache der einzelnen Banken und Länder. Parallel dazu ist die EBICS Vorgängerversion 2.5 allerdings noch solange gültig, bis diese von der neuen EBICS Version 3.0 endgültig abgelöst wird (verpflichtend ab dem 22. November 2021). Da sich die aktualisierte Version nicht nur inhaltlich, sondern auch in ihrer Struktur von der vorherigen unterscheidet, sind beide Versionen momentan getrennt für die Kommunikation mit Banken zu verwenden. Die Neuerungen umfassen mehrere Bereiche, die sowohl bei den Kreditinstituten als auch seitens der Anwender berücksichtigt werden müssen.

Ein Auszug der wichtigsten Änderung:

  • Bankfachliche Transaktionen per BTFs statt Auftragsarten

EBICS V 3.0 ersetzt die Verwendung von bankfachlichen Auftragsarten durch das sogenannte Business Transaction Formats, kurz BTFs. Anstelle von geschäftsbezogenen Auftragsarten oder Dateiformatparametern werden alle geschäftsrelevanten Informationen durch die BTF-Servicestruktur ausgedrückt. Im Rahmen von BTF wurden die Bestellattribute entfernt. Auftragsarten werden nur aus administrativen Gründen oder für technische Fragen als “administrative Auftragsarten” verwendet. Bis zur EBICS-Version 2.5 reichte die Angabe einer Auftragsart, z. B. CCT für Standard SEPA-Überweisungen, um den Geschäftsvorfall festzulegen aber diese könnte sich bei jeder Bank oder Land unterscheiden. Ein BTF hingegen macht hierbei keine Unterscheidung und diesen Ausdruck wird gleich sein für alle Banken und alle Länder. BTFs werden noch hinsichtlich Upload (BTU) und Download (BTD) unterschieden.

  • Elektronische Schlüssel

Die wichtigste Änderung bei den Schlüsseln betrifft die Nutzung von Zertifikaten. Ab EBICS 3.0 müssen alle Schlüssel immer als X.509-Zertifikat übertragen werden. Zudem wurde die Mindestlänge für die verschiedenen Schlüsselarten vergrößert.

  • VEU für alle Länder

In Deutschland stand die Verteilte Elektronische Unterschrift (VEU) bereits seit der Einführung von EBICS zur Verfügung. Mit der neuen Version kann die VEU nun auch in allen anderen Ländern genutzt werden. Eine fehlende elektronische Signatur (ES) kann anschließend nur noch über verteilte ES zu bestehenden Bestellungen hinzugefügt werden.

  • Möglichkeiten der geographischen Expansion

Obwohl sie auf demselben EBICS 2.X.-Standard basierten, boten französische, deutsche und schweizerische Implementierungen bisher keine Möglichkeit zur grenzüberschreitenden EBICS-Kommunikation. Die Veröffentlichung von Version 3.0 bietet vollständige Interoperabilität. Die Anwendung dieses Standards durch die französische, deutsche und schweizerische Bankengemeinschaft erleichtert auch alle gemeinsamen Änderungen (separate Signaturen, neue Arten von X509-Zertifikaten) und die Annahme des Protokolls im gesamten einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA).

  • Einheitliches Kundenprotokoll

Die angepasste Version des Kundenprotokolls HAC im XML-Format ersetzt bisherige textbasierte Versionen. Das umständliche und fehleranfällige proprietäre Parsen des Protokolls entfällt.

Weitere Änderungen des Standards in der EBICS Version 3.0:

  • Update der TLS-Version auf 1.2 mit erweiterbarer Cipher-Liste und Korrekturen für TLS-Verschlüsselung (TLS-Handshake)
  • Möglichkeit zur Übermittlung zusätzlicher Auftragsinformationen, z. B. des Dateinamens
  • Anpassungen des INI-Briefs zur Darstellung von Zertifikatsinformationen
  • Ersatz von Auftragsattributen (OrderAttribute OZHNN, DZHNN) durch eine Unterschriftskennzeichnung (SignatureFlag)
  • Es kann nur das öffentliche Schlüsselformat X.509 verwendet werden (Streichung von proprietären Beschreibungen)
  • Eliminierung aller Verweise und Beschreibungen zur FTAM-Migration
  • Beseitigung aller Verweise und Beschreibungen auf die ES der Version A004
  • Neue Schemadateien in H005

Kontakt

    Wollen Sie unseren Newsletter für weitere Informationen abonnieren? Lesen Sie unsere Datenschutzbestimmungen
  • This field is for validation purposes and should be left unchanged.